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Große Erdgastanks einer Industrieanlage

Ist Deutschlands Gasversorgung diesen Winter gesichert?

Erneut werfen wir heute einen Blick hinter die Kulissen der Energiewelt und zwar auf ein Thema, das aktuell wieder für viele Schlagzeilen sorgt: die Gasversorgung.

Die deutschen Gasspeicher sind aktuell zu rund 70% gefüllt und damit etwa 16 Prozentpunkte weniger als im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2021. Das bedeutet: unsere Gasspeicher sind seit Jahresbeginn deutlich leerer als in den Vorjahren.

Hauptgründe dafür sind vor allem der vergangene, kältere Winter und ein höher Gasverbrauch der Industrie. Zwischen November und Februar lag der Verbrauch der deutschen Industrie fast wieder auf dem Niveau vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine im Februar 2022.

In den Medien ist aufgrund dieser Lage häufig vom bevorstehenden “Jahrhundertwinter” die Rede und automatisch stellt sich die Frage von möglichen Engpässen bei der Gasversorgung, kalten Wohnungen und steigenden Preisen.
Aber wie realistisch sind diese Szenarien wirklich und wie gut ist Deutschland heute aufgestellt? Warum spielt Gas auch in Zeiten von Klimawandel und Energiewende noch immer so eine zentrale Rolle?

Ich habe manchmal das Gefühl: Wenn wir über die Energiewende reden, denken die meisten sofort an Windräder, Photovoltaikanlagen oder auch E-Autos.

Aber über das Gas macht sich selten jemand Gedanken. Warum reden wir heute trotzdem darüber?

Das stimmt, die meisten verbinden Energiewende spontan mit Strom, also vor allem mit Windkraft, Solarenergie oder Elektromobilität. Aber Energieversorgung ist viel mehr als nur Strom. Gas spielt heute eine zentrale Rolle und ist nach wie vor einer der wichtigsten Energieträger in Deutschland. Nicht nur für Industrieprozesse und Wärmeversorgung, sondern auch für die Stromerzeugung ist Gas weiterhin unverzichtbar. Ohne Gas könnten viele Unternehmen nicht produzieren und Haushalte nicht heizen. Das ist immer noch Realität in Deutschland.

Hier ein paar Zahlen des Umweltbundesamtes dazu:

  • Mineralöl hat einen Anteil von 36,4% am Primärenergieverbrauch
  • Erdgas liegt bei etwa 24,7 %

Die Zahlen zeigen: Gas ist nach wie vor ein bedeutender Energieträger in Deutschland. Das darf man nicht unterschätzen. Und genau deshalb reden wir heute darüber. Denn die Energiewende betrifft nicht nur den Stromsektor. Wir müssen auch die fossilen Energieträger im Wärmebereich, im Verkehr und in der Industrie durch Alternativen ersetzen, insbesondere, wenn wir die Klimaziele erreichen wollen.

Der Gasbereich muss transformiert werden: Weg vom fossilen Erdgas hin zu klimaneutralen Alternativen. Da wird noch auch viel diskutiert, beispielsweise Biogas oder Wasserstoff, der aus erneuerbaren Energien hergestellt wird, oder andere synthetische Gase.

Und ganz allgemein kann man sagen, dass sicherlich Strom eine wichtige Rolle spielen wird. Das ist eine riesige Herausforderung, die oft unterschätzt wird, aber entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Wir brauchen die Transformation nicht nur im Stromsektor, sondern auch in den Bereichen Mobilität und Wärme.

Also kann man quasi sagen, dass Gas eine Art Rückgrat im Hintergrund ist, das gerade vor allem dann einspringt, wenn es eng wird?

Genau, das ist ein sehr treffendes Bild. Gas ist aktuell so etwas wie das stabile Rückgrat der Energieversorgung. Ganz besonders wichtig ist das Thema im Strombereich: Gas sorgt für Versorgungssicherheit, gerade dann, wenn Wind und Sonne nicht genug Strom liefern. Wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, springen häufig Gaskraftwerke als sogenannte Peak-Kraftwerke ein. Sie sind sozusagen die Feuerwehr der Energiewende.

Deshalb sollen auch in den nächsten Jahren weitere Gaskraftwerke als Backup zugebaut werden. In der Politik wird derzeit über eine zusätzliche Leistung von rund 12 Gigawatt diskutiert. Diese Kraftwerke sind entscheidend, um Spitzenzeiten ohne erneuerbare Energien zu überbrücken. Aber Gas ist nicht nur im Strombereich wichtig, sondern auch in der Wärmeversorgung und in Industrieprozessen. Deshalb ist die Transformation im Gasbereich so bedeutend: Wir können nicht einfach darauf verzichten, sondern müssen Schritt für Schritt das Gas durch klimaneutrale Alternativen ersetzen. Nur so bleibt dieses Rückgrat auch in einer CO2-freien Zukunft erhalten. Das ist eine gewaltige Aufgabe.

Dann kann Gas also als eine Art Brückentechnologie gesehen werden, die wir langfristig hinter uns lassen möchten?

Genau, das ist ein wichtiger Punkt. Gas ist keine dauerhafte Lösung, sondern eine Übergangstechnologie. Perspektivisch werden wir Gaskraftwerke durch Alternativen ersetzen, beispielsweise können sie künftig mit Wasserstoff statt Erdgas betrieben werden. Diese Brücke brauchen wir aktuell noch, weil wir nicht von heute auf morgen komplett auf erneuerbare Energien umsteigen können. Vor allem in der Industrie und Wärmeversorgung ist das technisch und wirtschaftlich anspruchsvoll.

Langfristig ist klar: Wenn wir die ambitionierten Klimaziele erreichen wollen, müssen wir aus fossilem Erdgas aussteigen. Die Zukunft liegt in klimaneutralen Alternativen wie grünem Wasserstoff, Biogas oder synthetischen Gasen. Außerdem wird Strom eine immer größere Rolle spielen – etwa durch Elektromobilität im Verkehrsbereich oder Wärmepumpen in der Wärmeversorgung. Diese Technologien sind heute noch teuer, aber das war bei Photovoltaik vor Jahrzehnten auch so. Inzwischen ist Photovoltaik nicht mehr wegzudenken und eine ähnliche Entwicklung erwarten wir bei den Alternativen zu fossilem Gas.

Das heißt, das Ziel der Politik ist klar: Gas soll als Konzept bestehen bleiben, aber nicht in der heutigen fossilen Form. Es wird sich verändern und Teil einer klimaneutralen Energieversorgung werden. Wo es möglich ist, wird man vermutlich Gas durch Strom ersetzen und genau das, wird in Zukunft immer relevanter.

Wenn wir den aktuellen Stand einfangen, bedeutet das, dass wir momentan noch sehr stark auf Gas angewiesen sind. Da stellt sich mir die Frage: Woher kommt das Gas überhaupt? Bis vor einigen Jahren, war ja noch viel von Russland die Rede. Wie hat sich die Situation verändert?

Russland war historisch unser wichtigster Gaslieferant, ohne Frage. Bis 2021 kam ein großer Teil, in einzelnen Jahren sogar deutlich über 40 % des Gesamtbezugs, aus Russland über Pipelines wie Nord Stream 1 und 2. Diese Namen hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehört. Jahrzehntelang war Russland die Hauptquelle für Deutschland und viele andere europäische Länder.

Seit dem Ukraine-Krieg 2022 hat sich das komplett gewandelt: Russland ist fast raus aus der deutschen Gasversorgung. Wir beziehen nur noch sehr geringe Mengen teilweise über die Türkei oder über Altverträge mit Flüssiggaslieferungen aus Russland nach Europa. Aber das sind keine nennenswerten Volumen mehr.

Heute kommt der Großteil unseres Gases aus Norwegen über Pipelines und zusätzlich als Flüssiggas (LNG) aus neuen Lieferketten. Hier sind vor allem die USA und Katar die Hauptlieferanten. Die USA haben in den letzten Jahren massiv neue Verladekapazitäten zugebaut, so dass wir im Moment sogar eine regelrechte Gasschwemme sehen – das spiegelt sich auch in den sinkenden Gaspreisen wider

In Deutschland wurden in den letzten zwei Jahren eigenen LNG-Terminals errichtet. Damit können wir mittlerweile Flüssiggas direkt in Deutschland anlanden, statt wie früher Umwege über die Niederlande zu gehen.

Fazit: Unsere Hauptlieferanten sind heute Norwegen, USA und Katar. Das heißt, die Abhängigkeit von Russland haben wir drastisch reduziert und dafür aber neue Lieferketten aufgebaut – mit LNG als Schlüsseltechnologie.

Du hast jetzt viel über LNG gesprochen. Hol uns doch alle noch mal ausführlicher ab: LNG ist doch das flüssige Erdgas. Erdgas, das per Schiff zu uns transportiert wird?

Absolut richtig. LNG steht für Liquified Natural Gas, also Erdgas, das verflüssigt wird, indem es auf minus 162 Grad heruntergekühlt wird. In diesem Zustand wird es auf ein Schiff verladen und transportiert. Durch die Verflüssigung wird das Volumen vom Gas massiv reduziert. Das heißt: verflüssigtes Gas hat nur noch ein Sechshundertstel des Volumens vom gasförmigen Zustand. Und damit lässt es sich wesentlich einfacher per Schiff transportieren.

Wir sind also auf zwei Ebenen gut abgesichert: Zum einen durch die LNG-Lieferungen und zum anderen durch unsere eigenen Gasspeicher. Deutschland verfügt mit einem Volumen von rund 24 Milliarden Kubikmetern über die größten Speicherkapazitäten für Erdgas in Mittel- und Westeuropa. Diese Menge würde im Prinzip ausreichen, um das ganze Land über zwei bis drei kalte Wintermonate selbstständig und ohne zusätzliche Importe zu versorgen.

Du hast völlig recht: Deutschland verfügt über sehr große Gasspeicherkapazitäten. Aber ein entscheidender Punkt ist wichtig: Die Speicher sind nicht für den kompletten Jahresbedarf gedacht, sondern nur als Puffer, um Schwankungen auszugleichen.

Im Winter wird deutlich mehr Gas benötigt als im Sommer. Der jährliche Gasverbrauch in Deutschland liegt bei etwa 80 bis 90 Milliarden Kubikmetern. Das bedeutet: Die Speicher decken in etwa ein Viertel des Jahresverbrauchs. Zwei bis drei Monate können wir damit aus den Speichern abdecken. Aber in einem sehr kalten Winter könnten sie auch deutlich früher leer sein. Und das funktioniert nur, wenn die Speicher zu Beginn komplett gefüllt sind und wir sparsam mit Gas umgehen. Beides war in der Vergangenheit nicht immer der Fall.

Deshalb sind zusätzliche Importe im Winter wichtig – sei es in Form von Pipeline-Gas aus Norwegen oder eben das angesprochene LNG aus den USA. Die Speicher sind eher eine Art Notfall- und Flexibilitätsinstrument, kein Ersatz für die gesamte Versorgung.

Aktuell spielen auch sogenannte Spot-LNG-Lieferungen eine wichtige Rolle. Im Prinzip kann man sagen, da wird Gas just in time geliefert, das man vorher bestellt. Das ist eine wichtige Ergänzung für die europäische Gasversorgung und ersetzt oder erweitert im Prinzip die Gasspeicher, indem das Schiff als eine Art schwimmende Gasspeicher genutzt wird. Das ist möglich, da die globale Kapazität an LNG-Terminals in den letzten Jahren weltweit stark ausgebaut wurde, insbesondere nach der Energiekrise. Das führt sogar dazu, dass wir derzeit eher auf ein Szenario zulaufen, indem ein Überangebot an Gas vorliegt, was uns in den nächsten Jahren dann zur Verfügung stehen wird.

Wenn ich an den Winter 2022 zurückdenke, wird mir heute noch ein bisschen mulmig. Damals hatten viele Menschen Angst, dass das Gas knapp wird und die Preise sind durch die Decke gegangen. Jetzt liest man wieder in den Schlagzeilen von einem drohenden Jahrhundertwinter. Und wie ist deine Einschätzung? Müssen wir uns erneut Sorgen machen?

Die Situation ist heute deutlich entspannter als im Krisenjahr oder Krisenwinter 2022, aber ganz ohne Risiken sind wir nicht. Wir starten mit einem vergleichsweise niedrigen Speicherfüllstand von ungefähr 70 % in die Heizperiode. Das ist deutlich weniger als üblich. Die Menge reicht uns circa für zwei bis drei Monate, wenn wir keine zusätzlichen Importe haben. Für den gesamten Winter reicht das nicht.

Bei einem extrem kalten Winter, so wie wir ihn beispielsweise 2010 hatten oder auch 2021 war erlebt haben, kann es passieren, dass die Gasspeicher schon Mitte Januar leer gehen. Bei einem normalen oder milden Winter reichen sie bis mindestens Februar oder März, sodass wir die gesetzliche Mindestreserve von 30% im Februar einhalten können.

Die Schlagzeilen über einen “Jahrhundertwinter” sind aus meiner Sicht aktuell übertrieben. Es gibt viele Meteorologen, auch viele Wettermodelle, die derzeit eher einen milden Winter vorhersagen. Trotzdem gilt, extreme Wetterlagen können nie ganz ausgeschlossen werden, aber die Bundesnetzagentur stuft die Versorgungslage insgesamt als stabil in Deutschland ein.

Dank der LNG-Terminals und den Pipeline-Importen aus Norwegen ist die Gasversorgung gut abgesichert. Auch die Preise sind derzeit moderat im Vergleich zu 2022: Der reine Energiepreis für Erdgas bewegt sich aktuell in der Spanne von 2,8 bis 3,2 Cent pro Kilowattstunde – im Vergleich zu 2022, damals waren die Preise teilweise zehnmal so hoch. Ein kalter Winter könnte die Preise kurzfristig steigen lassen, aber insgesamt ist die Lage deutlich robuster als vor drei Jahren.

Also kann zusammengefasst gesagt werden: die Lage ist angespannt, aber nicht kritisch.

Ja, das kann man so sagen. Die Speicher sind zwar weniger gefüllt als üblich und ein extrem kalter Winter würde uns vor Herausforderungen stellen. Aber im Vergleich zu 2022 sind wir deutlich besser aufgestellt:

  • LNG-Terminals in Deutschland ermöglichen den direkten Bezug von Flüssiggas
  • Stabile Pipeline-Importe aus Norwegen und anderen Ländern sicher die Versorgung.
  • Weitere Länder liefern Rekordmengen LNG per Schiff nach Europa.

kurz gesagt: Es gibt keinen Grund zur Panik, aber ein effizienter und umsichtiger Umgang mit Gas bleibt weiterhin wichtig.

Was mich jetzt aber noch brennend interessiert, ist die Perspektive für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Du hast vorhin erwähnt, dass die aktuellen Preise im Vergleich zu 2022 moderat sind. Wie können sich denn Endverbraucherinnen und -verbraucher in solchen Phasen am besten absichern?

Preise und Märkte bleiben natürlich volatil, aber wir sind besser vorbereitet. Und genau an dieser Stelle kommt es darauf an, wie Energieversorger Gas beschaffen. Denn das entscheidet, ob Kundinnen und Kunden in solchen Phasen gut abgesichert sind.

Wenn ich das richtig verstehe, geht es also im Kern darum, den richtigen Zeitpunkt und die passende Strategie zu wählen, um sich Gas zu guten Preisen zu sichern und die Preisspitzen abzufedern?

Absolut. Genau das ist auch der Kern unseres Beschaffungsmodells: Wir nutzen zwei Märkte – den Terminmarkt und den Spotmarkt, die unterschiedliche Chancen und Risiken haben:

Der Spotmarkt kann eine preisliche Chance generieren. In Krisenzeiten birgt er auch das Risiko von Preissteigerungen.

Der Terminmarkt kann als Gegenstück betrachtet werden, der als Preisbremse funktioniert. Man kann sich frühzeitig Preise für die Zukunft sichern und hat dadurch aber nicht die Möglichkeit von fallenden Preisen zu profitieren, wenn der Kauf am Terminmarkt einmal getätigt wurde. Im Gegensatz dazu bekommt man jedoch die Preissicherheit.

Das ist der Kern unseres Modells: Wir sichern Teile unserer Gasbelieferung am Terminmarkt ab, um Preisstabilität zu haben. Aber wir lassen auch immer noch Kontingente offen, die wir kurzfristig am Spotmarkt beziehen, um dann von fallenden Preisen zu profitieren.

Aktuell sehen wir genau diesen Effekt: Trotz einer Kältewelle im November sind die Gaspreise stark gefallen. Durch unsere Strategie profitieren unsere Kundinnen und Kunden sowohl in solchen Phasen als auch dann, wenn die Preise wieder steigen sollten.

Zusammengefasst kann man also sagen, dass die Kundinnen und Kunden von e.optimum durch die Art und Weise, wie die Energie beschafft wird, in Teilen bereits für die kommende Saison abgesichert sind. Selbst wenn es zu Preisspitzen kommt, müssen sie sich keine Sorgen machen. Das klingt nach einem echten Sicherheitsnetz, unabhängig davon, ob die Preise steigen oder fallen, bleibt die Versorgung stabil.

Wenn wir jetzt einen abschließenden Blick in die Zukunft werfen, sagen wir ins Jahr 2040: Welche Rolle spielt Gas dann noch? Wenn ich dir so zuhöre, klingt es fast so, als ob es noch eine ganze Weile bleibt. Aber gleichzeitig wollen wir ja klimaneutral werden? Wie passt das zusammen?

Das Stichwort ist Klimaneutralität. Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu sein und das gelingt nur, wenn wir auf fossile Energieträger weitestgehend verzichten. Das heißt, ganz langfristig gedacht, ist unter den aktuellen politischen Rahmenbedingungen Erdgas ein Auslaufmodell, zumindest wenn man die Klimaziele ernst nimmt.

Zugegebenermaßen, bis dorthin ist es noch ein langer Weg. In manchen Branchen wird es sehr schwer sein, Erdgas zu ersetzen. Dort sollte eine Weiternutzung unter bestimmten Rahmenbedingungen möglich bleiben. In anderen Bereichen – etwa bei der Wärmeerzeugung – gibt es Alternativen wie umweltfreundliche Fernwärme oder Strom (z.B. über Wärmepumpen). In der Mobilität wird die Elektromobilität eine immer wichtigere Rolle spielen. Das heißt, man wird auch dort vom Mineralöl als Hauptenergieträger wegkommen hin zu Strom. Der Weg ist lang, steinig und das wird alles auch nicht über Nacht passieren.

Die Weichen sind aber ganz klar seitens Politik gestellt. Das heißt, wir erleben einen Abschied auf Raten von fossilen Energieträgern. Ein Beispiel, was ich damit meine: Dieser Umstieg, der wird unterstützt durch jährlich steigende CO2-Kosten, unter anderem aufgrund des nationalen Emissionshandels (nEHS). Das heißt, Kraftstoffe, Brennstoffe, Energieträger, die CO2 emittieren, also fossile Energieträger, müssen ihre CO2-Emissionen durch den Kauf von CO2-Zertifikaten kompensieren– das macht Erdgas sukzessive teurer und beschleunigt den Umstieg auf klimafreundliche Alternativen wie Strom, grünen Wasserstoff oder Biogas.

Und die Dynamik ist bereits sichtbar:

  • Die Absatzzahlen für Wärmepumpen steigen rasant
  • E-Autos legen massiv zu

Ich gehe davon aus, dass das Thema auch in der Zukunft immer relevanter wird.

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eoptimum.de/news/energie-talk-energiepreise-2026-im-ueberblick

eoptimum.de/news/co2-preis-auswirkungen-und-chancen

eoptimum.de/news/energieueberschuss-negative-strompreise

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