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Industrielle Gaslageranlage mit Lagertanks und kugelförmigen Gasbehältern für die Speicherung und Verteilung von Flüssiggas.

Gasmarkt 2026: Globale Krisen und strukturierte Beschaffung

Die jüngsten geopolitischen Ereignisse im Nahen Osten sorgen für deutliche Unruhe auf den Energiemärkten. Die Gaspreise, insbesondere Day-Ahead-Bereich, sind stark angestiegen. Doch was bedeutet das für Bestandskundinnen und -kunden, Vertriebspartner und potenzielle Neukunden?

In diesem Beitrag geben wir einen verständlichen Überblick über die aktuelle Lage am Gasmarkt, ordnen die Entwicklungen von Iran und USA ein und zeigen, warum das strukturierte Beschaffungsmodell von e.optimum gerade jetzt klare Vorteile schafft.

Was passiert aktuell am Gasmarkt?

Die Energiemärkte reagieren extrem sensibel auf die geopolitischen Spannungen zwischen dem Iran, den USA und Israel.

Laut Süddeutscher Zeitung haben die Angriffe und die weitgehende Blockade der Straße von Hormus zuletzt zu einem deutlichen Preissprung geführt. Der TTF-Preis stieg etwa von
32 €/MWh auf bis zu 65€ /MWh innerhalb weniger Tage.

Diese Verwerfungen schlagen sich besonders auf kurzfristige Börsenprodukte wie den Day-Ahead-Markt nieder und sorgen dort für ein außergewöhnlich hohes Preisniveau.

Warum steigen die Gaspreise so stark?

Die Ursachen lassen sich in drei Kernfaktoren zusammenfassen:

  1. Sperrung/Blockade der Straße von Hormus

Über die Straße von Hormus laufen rund 20 % der weltweiten Öl- und etwa ein Viertel der LNG-Transporte.
Durch Angriffe und militärische Spannungen wurde die Route laut Medienberichten weitgehend blockiert, was zu einer unmittelbaren Angebotsverknappung und infolgedessen zu spürbaren Preisanstiegen am Gasmarkt führte.

  1. Produktionsstopp von LNG-Anlagen in Katar

Katar, einer der weltweit wichtigsten LNG-Exporteure, musste seine größte LNG-Exportanalage nach Angriffen auf diese stoppen, was zu weiteren massiven Preisanstiegen führte.

  1. Niedrige Füllstände der EU-Gasspeicher

Die EU-Gasspeicher lagen Ende Februar 2026 bei einem Füllstand von ca. 30 % und damit deutlich unter den Ständen der Vorjahre. Für die laufende Wintersaison ist die Versorgung zwar gesichert, jedoch startet die Einspeicherung für den kommenden Winter von einem ungewöhnlich niedrigen Ausgangsniveau. Ein geringerer Puffer verstärkt das Preisrisiko bei Krisen signifikant.

Wie wirkt sich das auf Gaspreise im Day-Ahead-Markt aus?

Im Day-Ahead-Markt wurden zuletzt Preise von etwa 50 €/MWh bzw. 5 ct/kWh beobachtet. Das sind rund
40 % höher als der von e.optimum abgesicherte Sommerpreis von ca. 3,6 ct/kWh.
Gerade der Spotmarkt ist wesentlich volatiler und daher besonders stark von geopolitischen Einflüssen betroffen. Unternehmen mit Spotmarkt-Verträgen spüren Preissprünge unmittelbar.

Warum e.optimum Kundinnen und Kunden trotzdem entspannt bleiben können

Die strukturierte Beschaffung von e.optimum wirkt aktuell wie ein Sicherheitsnetz:

  1. 90 % der Sommermenge bereits zu ca. 3,6 ct/kWh abgesichert

Bereits vor der Eskalation zwischen Iran und USA wurden ca. 90 % der Gasmengen für den kommenden Sommer zu einem Durchschnittspreis von 3,6 ct /kWh gesichert. Ein Niveau, das aktuell am Markt nicht verfügbar ist.
Zum Vergleich: Day-Ahead-Preise sind aktuell etwa 5 ct/kWh, also fast 40 % höher.

  1. Frühzeitige Beschaffung auch für Winter 2026/27

Auch für den Winter wurden bereits signifikante Energiemengen vorab beschafft.
Allerdings wurde der Eindeckungsgrad bewusst nicht überhöht gewählt, da der Konflikt in Nahost hoffentlich nur temporär andauernd und mittelfristig ein LNG-Überangebot erwartet wird.
Bereits heute zeigt die Backwardation (spätere Lieferzeiträume sind bereits heute günstiger zu beschaffen), dass sich der Markt perspektivisch entspannen könnte.

  1. Positive Perspektiven durch LNG-Schwemme ab Q4/2026

Sobald die LNG-Kapazitäten ab Ende 2026 steigen, erwarten Analysten sinkende Preise. Das Angebot wirkt dämpfend auf die Märkte.

  1. Keine kurzfristigen Abschlagsanpassungen notwendig

Aufgrund der intelligenten Beschaffungsstrategie sieht e.optimum aktuell keine Notwendigkeit, Abschläge kurzfristig und massenhaft anzupassen.

Diese intelligente Beschaffungsart dürfte insbesondere für Verbraucherinnen und Verbraucher mit hohem Prozessgas-Anteil interessant sein, sofern sich diese für Spotlieferverträge mit eventuell vorhandener kurzer Kündigungsfrist entschieden haben.

Wie ist die Lage am Strommarkt?

Beim Strom sind die Risikoaufschläge derzeit weniger ausgeprägt, da:

  • PV-Erzeugung bereits im Februar sehr hoch ist
  • Der Verbrauch im Sommer ist in der Regel niedriger als in den Wintermonaten
  • Null- und Negativstunden im Spotmarkt gezielt genutzt werden können

Diese Vorteile geben wir 1:1 an unsere Kundinnen und Kunden weiter.

 

Weitere spannende Themen finden Sie hier:

eoptimum.de/news/energiepreise-2026-ausblick-strom-gas

eoptimum.de/news/co2-preis-auswirkungen-und-chancen

eoptimum.de/news/energieueberschuss-negative-strompreise

 

 

FAQ

Warum steigen Gaspreise aktuell so stark?
Geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die Blockade der Straße von Hormus,
Angriffe auf LNG-Anlagen in Katar und niedrige EU-Gasspeicher führen zu deutlichen Preisanstiegen.
Warum ist der Day-Ahead-Markt besonders betroffen?
Der Spotmarkt reagiert sensibler auf Krisen. Preise um 5 ct./kWh sind kurzfristig möglich und
liegen deutlich über den gesicherten Beschaffungspreisen von e.optimum.
Wie schützt e.optimum seine Kundinnen und Kunden vor Preissprüngen?
Durch die strukturierte Beschaffung: Rund 90 % der kommenden Sommermengen wurden bereits
zu ca. 3,6 ct/kWh gesichert. Dadurch bleiben die Kosten stabil.
Wie sind die Aussichten für den Gasmarkt?
Ab Ende 2026 wird ein LNG-Überangebot erwartet, was die Preise voraussichtlich wieder entspannt.
Wie entwickelt sich der Strommarkt?
Der Strommarkt ist weniger betroffen, u.a. durch hohe PV-Erzeugung und tendenziell geringeren Sommerverbrauch.

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