Erdgas – so funktioniert der deutsche Erdgasmarkt

In Deutschland wird Erdgas entweder tagesaktuell am kurzfristigen Spotmarkt oder am langfristigen Terminmarkt gehandelt. Die Energiebörse in Leipzig spielt dabei eine immer größere Rolle. Welchen Erdgaspreis Sie zahlen, hängt nicht nur von Angebot und Nachfrage auf diesen Märkten, sondern auch von Ihrer Beschaffung ab: Unternehmen beziehen ihr Gas in der Regel direkt vom Anbieter - über langfristige Verträge mit festen Gastarifen. Mit e.optimum können Sie sich Zugang zur Börse verschaffen und von günstigen Erdgaspreisen profitieren.

Verschiedene Märkte bestimmen den Erdgaspreis

Erdgas ist ein Restprodukt der Erdölförderung, das in Deutschland von den Gasanbietern vertrieben wird. Die Anbieter fördern das Rohgas jedoch nicht selber – sie kaufen es von Gasimporteuren und verkaufen es an den Endkunden weiter. Dazwischen beauftragen sie die Gasnetzbetreiber mit der Aufbereitung und der Verteilung über die Gasnetze. Der Handel zwischen Importeur und Gasanbieter findet an den Energiebörsen statt, so wie bei Strom und anderen Energieträgern.

Günstige Erdgaspreise durch kombinierten Einkauf

Unsere Energie-Experten haben die Gasmärkte für Sie im Blick - mit dem Ziel der Optimierung Ihrer Energiekosten. Mit unserer Einkaufsgemeinschaft nutzen Sie die Vorteile beider Märkte. Die langfristige Sicherheit der Terminmärkte kombinieren wir so mit den niedrigen Preisen des Sportmarktes.

Die Gaspreisentwicklung an den verschiedenen Märkten

Terminmarkt und Spotmarkt sind feste Größen an den Börsen. Während am Terminmarkt die langfristige Preisplanung gestaltet wird, bezieht sich der Spotmarkt auf derer Kurzfristigkeit. Beide Märkte unterliegen verschiedenen Einflüssen, woraus sich unterschiedliche Gaspreisentwicklungen ergeben.

Der Erdgaspreis am Terminmarkt

Am Terminmarkt handeln Versorger und Verbraucher langfristige Abnahmeverträge von bis zu drei Jahren Laufzeit aus. Erdgasimporteure vermarkten hier ihre Lieferverträge aus konventionellen Erdgasquellen. Die Importverträge sind immer noch zu einem Teil an den Erdöl-Preis gebunden, außerdem fördern die Gasimporteure oft selbst das Erdöl. Deswegen hängt die Gaspreisentwicklung auf dem Terminmarkt stark vom Ölpreis ab. Auf der Nachfrageseite trägt die langfristig erwartete volkswirtschaftliche Entwicklung zur Preisbildung bei. Das Angebot an Erdgas, der Ölpreis und die Zukunftsprognosen der Unternehmen bestimmen also die langfristige Gaspreisentwicklung am Terminmarkt.

Der Erdgaspreis am Spotmarkt

Der Spotmarkt bedient die kurzfristige Nachfrage. Hier handeln Versorger und Großabnehmer Gas in Tagesblöcken oder einzelnen Stunden. Kurzfristige Nachfrage entsteht zum Beispiel bei Witterungsänderungen wie Kälteeinbrüchen, oder wenn Stromversorger ihre Erdgas-Kraftwerke kurzfristig zur Stromerzeugung nutzen müssen. Dann steigt der Erdgaspreis. Demgegenüber steht ein kurzfristiges Angebot aus Überkapazitäten angrenzender Erdgas-Marktgebiete (Frankreich, UK, Niederlande, etc.) oder durch Importgas, zum Beispiel, wenn die USA große Mengen "Fracking-Gas" anbieten. In diesem Fall sinken die Gaspreise am Spotmarkt spürbar.